Musik für das Miteinander im Dorf

Lünerner Projekt stößt auf große Resonanz – Hochkarätige Erweiterung --

Von Sebastian Pähler Lünern. Bild und Bericht aus dem Hellweger Anzeiger vom 04.09.2017

Neues und Bewährtes lockten auch in diesem Jahr viele Musikfreunde in Lünerner Gärten. Auch eine Ausstellung fand Platz im Programm von „Musik in Gärten 2017“.

Der Spätsommer meinte es gut mit der Kultur in Lünern und so fanden am Samstag wieder zahlreiche Besucher ihren Weg zur „Musik in Gärten“. Wie auch in den vergangenen Jahren hatten Lünerner Bürger ihre privaten Grundstücke zur Verfügung gestellt, um Musikern eine Bühne zu bieten. Auch darüber hinaus sorgten viele Lünerner dafür, dass die Veranstaltung zu einem echten Gemeinschaftsprojekt wurde. „Die Dorfbewohner fragen immer, wie sie sich einbringen können. Das kann auch mal sein, dass jemand eine große Kaffeemaschine zur Verfügung stellt“, berichtete Aki Schröter. Für den Organisator ist die Veranstaltung ein Weg, sich gegen schwindende Infrastruktur und die Abwanderung vom Land zu stemmen. „Das hat was damit zu tun, die Lebendigkeit in diesem langsam absterbenden Ort wiederzubeleben.“

Das bisherige Konzept, „drei Gärten, drei Konzerte“ wurde dafür diesmal ungewöhnlich erweitert. Eine Ausstellung mit Bildern von Fotograf Thomas Kersten und Werken seiner verstorbenen Frau, der Malerin Sonja Weis, bildete einen visuellen Kon trast zu den akustischen Programmpunkten.

Auch für das Abschlusskonzert hatte man sich eine Neuheit einfallen lassen. Die Gruppe „TripTych“, mit Siegfried Hiltmann am Saxophon, Schlagzeuger Kay Siepmann und Johannes Doering an der Hammond-Orgel war extra eingeladen worden, weil die erfahrenen Musiker in dieser Konstellation mit Jazz und Rock selten in Unna zu hören sind. Mit dem Veranstaltungsort, dem Hof der Familie Walter im Stillen Winkel, hatte man allerdings einen sehr bewährten Spielort gewählt, der auch in der Vergangenheit Raum für Hörgenuss in angenehmer, familiärer Atmosphäre bot.

Das Kinderprogramm, das diesmal erstmals im Garten der Familie Habbes stattfand, durfte wieder Jospeh Mahame gestalten. Das Mitmach-Programm mit afrikanischen Trommeln und Rhythmusinstrumenten war beim letzten Mal so gut angekommen, dass viele Eltern und Kinder im Vorfeld danach gefragt hatten. Schließlich durfte auch ein Part für die Klassik-Freunde nicht fehlten. Sänger Cordula Boy, Pianistin Rabjana Ehrenstein und Sänger Bernd Höltermann hatten nicht nur Mozart und Schubert im Programm, sondern brachten auch ein Stück Italien in den Garten der Familie Störmer in der Lüner Bachstraße.

Mit afrikanischen Trommeln und Rhythmusinstrumenten sorgten die Kinder für Stimmung.Sarad