Baum in Lünern wird künftig geschützt - doch das Grundproblem bleibt

Ein Baum, der am Bahnhof in Lünern durch parkende Autos in seiner unmittelbaren Nähe in Mitleidenschaft gezogen ist, wird ab sofort besser geschützt. Das Grundproblem jedoch bleibt bestehen.

von Anna Gemünd Lünern, 02.05.2019 von der Homepage des Hellweger Anzeigers

Dass Bäume und Autoabgase nicht die beste Kombination sind, liegt auf der Hand. Doch auch durch parkende Autos können Bäume stark beeinträchtigt werden. Bestes Beispiel: Ein Baum am Haltepunkt der Hellwegbahn in Lünern. Durch die zahlreichen Autos, die in unmittelbarer Nähe des Baumes täglich geparkt sind, hat sich der Boden verdichtet - für den Baum keine gute Grundlage, um Nährstoffe zu bekommen.

Nun soll der Baum zumindest vor äußerlichen Beschädigungen durch parkende Autos geschützt werden: Wie Rolf Böttger, Leiter des städtischen Umweltbereichs in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses mitteilte, will sich die Deutsche Bahn, auf deren Gelände der Baum steht, darum bemühen, dass der Baum von Schutzbügeln eingefasst wird. Damit wäre ein zu dichtes Parken an dem Baum künftig nicht mehr möglich.

Werner Clodt, CDU-Ratsherr aus Lünern, der sich nach dem Baum erkundigt hatte, begrüßte diese Entscheidung, stellte aber auch fest: „Es wird höchste Zeit für einen Park-and-Ride-Parkplatz dort am Bahnhof, sonst lebt dort kein Baum mehr lange, so sehr, wie sich der Boden durch die vielen Pendler-Autos dort verdichtet.“ Seit 2014 ist die Parksituation am Lünerner Bahnhof immer wieder Anlass für Diskussionen - eine Lösung könnte aber dauern, wie die Stadt zuletzt anfangs des Jahres sagte. Für die Herstellung eines P+R-Parkplatzes fehle schlicht das Geld.

Die Parksituation am Bahnhof Lünern gefährdet dort die Bäume, weil der Boden immer weiter verdichtet wird. © Udo Hennes