Bei einer Radtour führt ein Abstecher in die goldenen Zeiten der Lünerner Kirche

Die Menschen in Lünern zeigen Besuchern wieder täglich ihren größten Kunstschatz. Zu sehen ist er ganztägig in der evangelischen Kirche - besonders gut erreichbar bei einer Fahrradtour.

von Thomas Raul- Lünern, 03.05.2019 - Von der Homepage des Hellweger Anzeigers www.hellwegeranzeiger.de

Mit dem Frühling beginnt die Zeit der Fahrradtouren und damit auch die Saison der offenen Kirche in Lünern. „Unsere Kirche ist wieder geöffnet“, teilt die Evangelische Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern mit. Seit Anfang Mai ist es wieder soweit. Die fast 1000 Jahre alte Dorfkirche in Lünern steht Besuchern tagsüber wieder offen, zumindest zu einem Teil. Wer die Kirche betritt, kann den Schnitzaltar bestaunen. Der wertvolle flandrische Schnitzaltar stammt aus dem 16. Jahrhundert. Er war aufwendig restauriert und vor zwei Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der historische Hochaltar enthält 70 große und viele kleine geschnitzte Figuren. Sie gehören zu Bildern, die das Leben Jesu zeigen, von der Verkündigung der Geburt durch den Engel Gabriel bis zur Grablegung nach der Kreuzigung.

Dem Blick auf dieses prachtvoll vergoldete Werk steht täglich von 10 bis 18 Uhr bis zum Herbst nichts mehr entgegen, heißt es in einer Mitteilung der Kirchengemeinde. Gut zu erreichen ist die Kirche über den Hellwegradweg und den Radweg auf der alten Königsborner Bahntrasse. Wer mehr erfahren möchte, auch zu einer Kirche- oder Glockenführung, kann mit Ulrich Schmidt Kontakt aufnehmen, Tel. (02303) 4817.

Ulrich Schmidt hat nicht nur den Weg zur offenen Kirche in Lünern ausgeschildert. Er bietet auf Anfrage auch Führungen an. © Archiv
Der historische Schnitzaltar ist das Prunkstück in der evangelischen Kirche von Lünern. © Marcel Drawe